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Totentanz

Fotografien aus der Sammlung SpallArt
Eröffnung: 8. November 2019, 19 Uhr
Es spricht: Ferdinand Oberthaler
Ausstellungsdauer: 9. und 10. November 2019
Öffnungszeiten: 14 bis 17 Uhr

Die Ausstellung „Totentanz“ in der Eboran Galerie Wien präsentiert eine Auswahl an Werken aus der Sammlung SpallArt, die sich auf höchst unterschiedliche Weise mit dem Verhältnis von Tod und Schönheit auseinandersetzen. Fritz Simak zeigt die tanzenden Skelette der Totenkapelle des Stift Heiligenkreuz, die dem Verstorbenen den Weg in die Ewigkeit erleuchten und im Kontrast dazu wird die Frage nach dem letzten Raum vom Künstler Max Bläulich mit einem Campingsarg beantwortet. Die kokettierende Art eines jungen Mädchens bricht die Autorität des Todes in der Inszenierung Narre Tod mein Spielgesell von Franz Fiedler aus dem Jahr 1921. Auch zeitgenössische Positionen ironisieren den Tod, wie das Corpus delicti von Benjamin Eichhorn, der potentielle Mordwerkzeuge in mit Blumenmustern überzogenen Stoff, den man mit gefälliger Interieur- Ausstattung assoziiert, einhüllt. Daneben werden noch Werke von Heinz Cibulka, Andre Kertesz, Albert Renger-Patzsch und Albert Rudomine gezeigt. Die Eröffnung findet am Freitag, 8. November um 19 Uhr statt. Die Ausstellung ist nur für die kurze Zeit von 9. bis 10. November in der Eboran Galerie Wien zu sehen.

Wo deine Sonne scheint, wird dich der Tod umgirren. Lächerlich Menschenvolk, in deiner Raserei, Oft salbt er sich wie du den Leib mit duftigen Myrrhen Und mischt so seinen Hohn noch deinem Wahnsinn bei. (Charles Baudelaires, Die Blumen des Bösen, 1925)
Franz Fiedler
Narre Tod mein Spielgesell, 1921
Gelatinesilberabzug auf Karton, 20 x 14 cm
© Franz Fiedler Nachlass

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