AUSSTELLUNG

»Tanuel Mozzi«
von Manuel Tozzi

Manuel Tozzi hinterfragt in seinen Arbeiten das gegenwärtige Zusammenspiel zwischen Kunst und Informationstechnologie. Mit zeitbasierten Medien entwickelt er beunruhigende Werke, wie eine animatronische Skulptur, die mit künstlichen Augen und Gesichtserkennungssoftware die sich davor bewegende menschliche Person beobachtet. Die Arbeit kehrt das traditionelle Verhältnis von Sehen und Gesehen-Wer-den um.

Ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung ist eine künstliche Intelligenz (kurz: KI), die mit einer Tintenfeder unzählige Gedichte auf Papier schreibt. Einige dieser, unter dem Pseudonym Tanuel Mozzi veröffentlichten Verse gewannen internationale Gedichtwettbewerbe, weshalb sie heute neben menschlichen Autor*innen in Gedichtbänden zu finden sind. Dieses Pseudonym, eine Schnittstelle zwischen der KI und dem Künstler, gibt der Ausstellung ihren Titel.

Mit diesen und weiteren Werken stellt Tozzi in seiner ersten Einzelausstellung unbequeme Fragen: Werden Konzepte, wie das Werk, die Signatur, die Originalität und die Autor*innenschaft durch künstliche Intelligenz erweitert? Wie beeinflussen computergenerierte Kunstwerke unsere Wahrnehmung? Wie verändern KI und Robotik die Kunst und die Künstler*innen?

ERÖFFNUNGSREDE

Rüdiger Wassibauer

DATUM
05.10. – 28.10.2022