AUSSTELLUNG

The Problem Remains Unsolved
Adam Ulen

Vom 24. August bis 16. September zeigt die Salzburger Galerie Eboran Werke des Künstlers Adam Ulen, die sich mit der These des Homo Religiosus und der Evidenz des Ungewissen auseinandersetzen.

Ein Schwerpunkt im Schaffens des Künstlers Adam Ulen liegt im Dreidimensionalen und Gegenständlichen. Es umfasst plastische, figurative, kybernetische und installative Arbeiten, aber auch fotographische Dokumentationen von performativen Aktionen. Dennoch spielen Medium und Genre eine untergeordnete Rolle. Stattdessen rückt er den Menschen in seiner Widersprüchlichkeit als Teil einer widersprüchlichen Welt in den Mittelpunkt des Interesses. Das Absurde, in seiner philosophischen wie auch in seiner banalen Qualität, spielt in der inhaltlichen Auseinandersetzung und der formalen Umsetzung eine bedeutende Rolle.

Albert Camus beschreibt das Gefühl des Absurden als Riss im Sein: „Eine Welt, die man – selbst mit schlechten Gründen erklären kann – ist eine vertraute Welt. Aber in einem Universum, das plötzlich der Illusionen und des Lichts beraubt ist, fühlt der Mensch sich fremd. Aus diesem Exil gibt es keine Rückkehr…“ (A. Camus: Der Mythos vom Sisyphos)

Die Ausstellung widmet sich dem postmodernen Menschen als einem zerrissenen Geschöpf. Als solches findet er sich in einem Spannungsfeld wieder, zwischen rationaler Nüchternheit und Materialismus einerseits und Sehnsucht nach Transzendenz und spiritueller Sinnsuche andererseits. Ausgerüstet mit der artspezifischen Fähigkeit Fragen zu stellen, stößt er auf Themen des Sein und des Nichts, des Sinns und Unsinns, der Suche und Verirrung. Ungeachtet der Antworten, die er sich gibt, aber unausweichlich begegnet er der Gretchenfrage: „Wie hast du’s mit der Religion?“
(Goethe, Faust I).

DATUM
24.08. – 16.09.2022