AUSSTELLUNG

Sammlung Hitzl
Veronika Hitzl

Im Jahr 1984 hat sie die Galerie Eboran erfunden. Erfunden als Off-Space. Als Pop-up-Store. Lange bevor es das tatsächlich gab. Veronika Hitzl hat die Galerie Eboran erfunden, weil es damals diesen alternativen Raum für Kunst in Salzburg brauchte. Weil sich neben den kommerziellen Galerist*innen jemand um die junge, aufregende Kunst in dieser Stadt kümmern musste. Zuerst wurden die Räume in einer Zahnarztpraxis bespielt, später dann die einer Reifenhalle, einer ehemaligen Polizeiwache oder – besonders atmosphärisch – eine Waschküche. Gleichbleibend war das Engagement von Veronika Hitzl, ihre Leichtigkeit, ihre sprühende, unprätentiöse Herzlichkeit. Auch so konnte man etwas derart Unzugängliches und Kompliziertes wie Gegenwartskunst verkaufen.

Dass ihre Gründerin eine ebenso enthusiastische Sammlerin von Kunst ist, zeigt die Galerie Eboran zu ihrem – der Galeristin – siebzigsten Geburtstag. Veronika Hitzl hat vor fast 40 Jahren schon die außerordentlichen Talente von Konrad Winter, Dieter Huber, Michael Ziegler und Josef Schwaiger erkannt. Später kamen – um nur ein paar zu nennen – Gerold Tusch, Bernhard Gwiggner, Barbara Stummer oder Margarethe Haberl dazu.

Die Ausstellung zeigt zum Teil ungesehen Frühwerke dieser Künstler*innen, sie zeigt, mit welch unglaublichem Gespür die Galeristin Veronika Hitzl ihre Sammlung zusammengestellt hat. Ohne dass sie einer bestimmten Programmatik verpflichtet gewesen wäre, außer jener vielleicht, dass sie die Kunstwerke, die sie nicht mehr losließen, die sie beschäftigten, in ihrer täglichen Umgebung, in ihrem Leben haben wollte. Die Ausstellung in der Galerie Eboran ist eine Reise durch den Kosmos einer außergewöhnlichen Frau, einer Sammlerin, die wie kaum eine andere Außerordentliches für die Salzburger Kunstszene geleistet hat. Unermüdlich. Mit dem sie auszeichnenden, unwiderstehlichem Charme. Und mit jener unglaublichen Energie, die sie seit jeher charakterisierte.

Dr. Gottfried Goiginger

 

DATUM

01.04. – 22.04.2022

VERNISSAGE

01.04.2022, 19 Uhr
Es spricht Vizebürgermeister Bernhard Auinger und Dr. Martin Hochleitner (Direktor Salzburgmuseum)
Musik: Hinterberger Soatenmusi
Film: Sina Moser