Meine fünf Elemente. Filmische Bilder. . Wolfram Paulus

 Überquerung der Alpen, 60 x 70

Überquerung der Alpen, 60 x 70


31|07 - 29|08|2014

WOLFRAM PAULUS


Meine fünf Elemente
Filmische Bilder

 

Eröffnung Mittwoch, 30.7.2014 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 31.7. bis 29.8. 2014
Täglich 11.00 – 18.00 Uhr


 

Mit seinem Fotomaterial der letzten 30 Jahre erzeugt der Salzburger Filmemacher Wolfram Paulus archaische Bilder, die sich farblich, formlich und inhaltlich auf die vier Grundelemente dieser Welt beziehen: Wasser, Erde, Feuer, Luft; Dazu setzt er noch ein fünftes: die Erotik – als Lebensspender, Lebenselixier, als Energie, die alles durchströmt.

 
Die Handschrift des Filmemachers ist dabei unverkennbar: Er arbeitet mit Wiederholung, Spiegelung, Umkehrung, mit Staffelung, mit bild-dramaturgischen Mitteln jeglicher Art. Bisweilen wirken seine Bilder, als wären sie Momentaufnahmen aus einem Film, als wären sie vergrößerte Filmkader, wo man links und rechts sogar noch die Perforation zu erkennen vermeint.


Abseits von Trends und Moden in der Bildenden Kunst richtet Paulus, ein Einzelgänger auch als Filmemacher, seinen Ehrgeiz darauf, dass sich  der Betrachter auf seine Bilder einlässt.


2010 kam Paulus auf die Idee, ließ ich die der filmischen Bilder. Er ließ Fotos, die er bei einer Session in Paris gemacht hatte im Copyshop auf DIN-A-4 vergrößern und legte sie dann auf einem Tisch montageartig auf. Dadurch bekam er ein „sattes Gefühl für die damalige Atmosphäre im Pariser Probelokal“.

Mit diesem Schritt in die einfache Fotomontage war bei ihm plötzlich ein Feuer entbrannt. Er begann, in seinen verstaubten Fotoschachteln zu stöbern – zehntausende Fotos der letzten 30 Jahre, die bei der Darsteller- und Motivsuche für seine Kino- und TV-Filme oder auf Urlauben entstanden sind. Die Ergebnisse ergaben nun viel mehr inhaltliche Zusammenhänge, das formale Experimentieren bekam eine Stoßrichtung, er begann, mit diesen Streifen neue Landschaften zu kreieren, neue architektonische Gebilde, neuen Raum, neue Zeit.

Es entstanden Stories, also Themen, Inhalte, Atmosphären, er begann mit Inhalten zu jonglieren und neue Welten zu erzeugen –ähnlich wie beim Schreiben, wo er mit jedem neuen Drehbuch ja auch eine neue Welt erschafft


Die Arbeiten der Ausstellung stammen aus der formalen Phase (ab 2011) und der Parkettphase, in der er die Bilodstreifen wie Parketthölzer aneinanderschiebt (2013 – 2014)


In zwei Begleitveranstaltungen gibt Wolfram Paulus Einblicke in seine Arbeit als Filmemacher anhand von nicht realisierten und nicht abgeschlossenen Projekten:

Er liest aus einem von ihm verfassten Drehbuch zu einem Film über den Bildhauer Alberto Giacomette und zeigt als Hommage an den kürzlich verstorbenen Intendanten der Salzburger Festspiele, Gerard Mortier einen bisher unveröffentlichten Videofilm, „Ariadne für die Zukunft - die letzte Tat des Gerard Mortier in Salzburg“.

 

 

Begleitveranstaltungen:



2. August ( 11 Uhr  oder  15 Uhr) -

 
Lhomme qui marche

Wolfram Paulus liest aus seinem Drehbuch zu einem Kinospielfilm Über Leben und Wirken von Alberto Giacometti

 

Samstag, 23. August  21.00 Uhr:


Ariadne für die Zukunft - die letzte Tat des Gerard Mortier in Salzburg

ein bisher unveröffentlichter Videofilm von Wolfram Paulus