Sieben Spiegel . Wilhelm Scherübl

 Wilhelm Scheruebl, Jakob, 1991/2012, verleimtes Buchenholz, 100 x 100 x 220cm

Wilhelm Scheruebl, Jakob, 1991/2012, verleimtes Buchenholz, 100 x 100 x 220cm


13|05 - 11|07|2014


Wilhelm Scheruebl
Sieben Spiegel

 

Eröffnung: 9.5.2014 um 19 Uhr

Begrüßung: Dr. Wolfgang Richter /eboran galerie)

30 Jahre Eboran: Bgm. Dr. Heinz Schaden (Stadt salzburg)

Einführung zur Ausstellung: Dr. Martin Hochleitner (Salzburg Museum)

 

Ausstellungsdauer: 13.5. – 11.7. 2014

 

Wilhelm Scheruebl beschäftigt sich mit den überall zu findenden Strukturen und Prozessen des Natürlichen – selbstorganisierte Strukturen des Aufbaus und der Transformation, die in zwischenmenschlichen Netzwerken ebenso sichtbar werden wie in der Zellstruktur eines Stängels. Formbildungsprozesse sind Balancen, die zwischen Ordnung und Chaos schweben. An den Anfang seiner Reflexionen stellt Scheruebl das Licht, das im Wechselspiel von hell und dunkel die Dynamik des Werdens in Gang bringt. Was wir unter Natur verstehen, sagt der Philosoph und Soziologe Georg Simmel in seiner „Philosophie der Landschaft“ (1913), sei der „endlose Zusammenhang der Dinge, das ununterbrochene Gebären und Vernichten der Formen, die flutende Einheit des Geschehens“. Materie, jeder Stoff, ist in beständiger Umwandlung begriffen. Die Kreisläufe der Natur, vom Wechsel der Jahreszeiten bis zum sicheren Ende unserer körperlichen Existenz, machen es deutlich. Exemplarisch für diesen Wandel, das stete Werden, steht die Pflanze. Sie repräsentiert den - einem Jahreslauf eingeschriebenen - Zyklus vom Keimling über die Blüte zur Samenbildung, bis sich aus dem abgestorbenen Pflanzenmaterial wieder neue Erde bildet. (Text: Astrid Kury)

 

www.scheruebl.at