HERBARIUM sculpturale . Markus Hofer

 Markus Hofer Doppel, 2012,Federballschläger, Blumentopf, Sand, ca. 75 x 40 x 30 cm

Markus Hofer Doppel, 2012,Federballschläger, Blumentopf, Sand, ca. 75 x 40 x 30 cm


Markus Hofer

16. Mai bis 21. Juni 2013

 

 

Eröffnung: 15.5.2013, 19 Uhr

Zur Ausstellung spricht: Dr. Ulrike Reinert

Öffnungszeiten: Di–Fr 18–20 Uhr

 

Für die Ausstellung in der eboran galerie realisiert Markus Hofer eine große, zentrale und mehrteilig angelegte skulpturale Arbeit. Der Ausstellungstitel „HERBARIUM sculpturale" ist vielschichtig. Er verweist einerseits auf die in Terracottatöpfen pflanzenähnlich arrangierten Objekte und reflektiert andererseits deren plastische Qualität.
Markus Hofer ist Bildhauer, sein Material sind Fundstücke, alltägliche, geläufige, meist ausrangierte Gebrauchsgegenstände. Elektrostecker, Stuhl- wie Tischbeine, Autorückspiegel und vieles andere mehr bekommen ein zweites Leben. Seiner Funktionalität beraubt, referiert der Gegenstand nur noch sich selbst und seine oftmals kuriose Form. Hofer weiß diesen Umstand zu nutzen, verstärkt ihn sogar noch, indem er verfremdende Zusammenhänge, manchmal kurios und komisch, in jedem Fall mit Hintersinn, herbeiführt. Ein gar seltsamer „Garten“ mit eigenwilligen „Pflanzen“ entsteht, diese werden präsentiert und ausgestellt wie museale Schaustücke. 
Kontakt und Abbildungsmaterial/Presse: eboran_reinert@gmx.at


„Das Spiel mit Form- und Sinnanalogien spielt in den Arbeiten von Markus Hofer konsequent eine zentrale Rolle. Die zunächst als ironisch-subtile Anmerkungen verstandenen Titel hinterfragen unsere eigene Wahrnehmung der Wirklichkeit. Diese basiert auf einer „private reality“ (Markus Hofer), geprägt durch den jeweiligen sozialen und kulturellen Hintergrund. In der Konfrontation mit einem Gegenstand wie z.B. einem Gartenschlauch oder einem Boiler erfolgt eine Transformation der Wahrnehmung (...).
An der Grenze zwischen Kunst und Alltäglichkeit evoziert Markus Hofer einen kurzen Augenblick des Innehaltens, weil wir irritiert sind, den uns vertrauten Gegenständen in einem veränderten Kontext zu begegnen und am Wesen der Dinge zweifeln. Er arbeitet mit Fundgegenständen und verlässt dennoch nicht die Parameter skulpturaler Begriffe wie Raum, Zeit und der Frage des Materials(...). So stellt Markus Hofer die gängige Infrastruktur unseres Alltags in Frage. Ein Wasserhahn, eine Steckdose oder ein Gartenschlauch werden zu Kunstgegenständen, die seiner Interpretation der Realität als ein System von Variablen entsprechen. Doch auch diese sind nur ein Bild von vielen möglichen Bildern des Lebens.“
(Mag. Silvie Aigner, Ausstellung Stift Millstatt, 2009)


Biographie

Geboren 1977 in Haslach, Oberösterreich
1997-1998 Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz bei Prof. Erwin Reiter
2002-2003 Kunsthochschule Berlin-Weissensee bei Prof. Bernd Wilde
1999-2003 Akademie der bildenden Künste Wien bei Prof. Bruno Gironcoli, (Diplom)

Weitere Info unter: http://www.markushofer.at/biografie.html
Der Künstler lebt und arbeitet in Wien