Mare Morto . Dieter Huber

 Dieter Huber, aus der Serie: Mare Morto

Dieter Huber, aus der Serie: Mare Morto


26. Oktober bis 7. Dezember 2012

 

26. Oktober bis 7. Dezember

Vernissage: Donnerstag, 25. Oktober 2012, 19 Uhr
Es spricht über Inhalt und Ästhetik: Prof. Dr. Peter Weiermair

Dieter Huber zeigt erstmals die aufwändige fotografische Installation MARE MORTO zum gleichnamigen Flüchtlingsprojekt. Damit stellt er ein Thema in den Mittelpunkt, das seit Jahren immer wieder dramatische Zuspitzungen erlebt, das von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aber viel zu schnell wieder ausgeblendet und als unangenehme Begleiterscheinung abgetan wird: Die Flüchtlingsbewegung zwischen Afrika und Europa.

MARE MORTO entstand aus mehrjährigen Recherchen des Künstlers in Sizilien, Lampedusa und den süditalienischen Inseln. Die Doppelbedeutung des Titels bezieht sich einerseits auf die unzähligen versunkenen Flüchtlingsboote und deren Passagiere im südlichen Mittelmeer, als auch auf eine ebenso benannte Bucht der Insel Lampedusa. Das Ergebnis ist ein 3 x 33 Bilder umfassender Zyklus mit der Metapher des Bootes als tragendes Bildmotiv: MARE MORTO zeigt zerstörte Flüchtlingsboote, REFUGEES sammelt Beweisstücke der Flucht nach Europa und STRANDED zeigt die Schiffe "recycled" als Hoffnung auf einen Neubeginn. Die Visualisierung der 3 x 33 Motive erfolgt durch runde LED-Leuchtkästen - sogenannte Tondi - in drei unterschiedlichen Größen. Die Arbeiten werden frei an der Wand, am Boden liegend oder von der Decke hängend als Mobile installiert.

Zur Ausstellung erscheint die Publikation: Dieter Huber, MARE MORTO - REFUGEES - STRANDED, mit Textbeiträgen von "anonymen" Flüchtlingen, Elias Bierdel, Giorgio Fedeli, Dieter Huber und Fabio Sanfilippo & Alice Scialoja. 160 Seiten, 144 farbige Abbildungen, Kerbler Verlag Bielefeld/Berlin. Auch als kostenloser Download unter www.dieter-huber.com/maremorto.html

Dieter Huber lebt und arbeitet in Salzburg und Wien und gilt als Pionier der computergenerierten Kunst. Er befasst sich mit sozial relevanten Inhalten, die in Werkzyklen in verschiedenen künstlerischen Techniken realisiert und publiziert werden. Seine Projekte über Manipulation, Gentechnik, Freude oder Veränderungen im weitesten Sinn wurden in internationalen Ausstellungen und Sammlungen gezeigt.

www.dieter-huber.com
www.pleasurefiles.com