Wände haben Filme . Klaus Pamminger


Ausstellungszeitraum: 18. März – 08. April 2011

Vernissage: Do, 17. März 2011, 19 Uhr
Einführung: Arthur Zgubic

 

Betritt man die Galerie, so betritt man in Form des am Boden skizzierten Grundrisses auch eine Wohnung. Sie stellt ihrerseits den filmischen Raum meiner Kurzfilme aus der Serie 1 der „Rauminvasionen - Movies" dar.

Die Tapezierungen aller „Wandschnitte" des Ausstellungsraums zeigen jeweils einen Streifen aus je einem dieser experimentellen Kurzfilme und symbolisieren das Eindringen der Filme in den Realraum bzw. sind ein Versuch der Visualisierung dessen.

Die Kurzfilme selbst sind, konträr zum stilisierten Grundriss, an die Raumdecke grenzend projiziert zu sehen.

In ihnen findet eine Verschiebung in der Lesbarkeit vom Realraum des Individuums hin zum inszenierten Bild statt und es werden durch den Einbruch des jeweiligen Filmes in diese Welt Fragen zum diegetischen Spannungsverhältnis aufgeworfen.1
Der reale Raum wird in Pammingers „Rauminvasionen" von einer Tapisserie medialer Wahrnehmung überzogen. Oder anders gesagt: die mediale Wahrnehmung schreibt sich dem Raum ein, in dem sie stattfand.2

1) Andreas Müller
2)  Maya McKechneay