Tronie - idealisierend, aber nicht zwangsläufig . Klasse für Konzeptuelle Fotografie am Studiengang MultiMediaArt, FH Salzburg

 Bild: Anna Reisinger

Bild: Anna Reisinger


12|10|2017 - 27|10|2017



Tronie
idealisierend, aber nicht zwangsläufig
Klasse für Konzeptuelle Fotografie am Studiengang MultiMediaArt, FH Salzburg

Ausstellungsdauer:
12.10.–27.10.2017

FotografInnen:
Sonja Aberl
Johanna Gschwandtl
Markus Haberlandner
Martin Herbst
Thomas Mantl
Maurice Miller
Anna Reisinger
Mira Rumpel
Axel Stenitzer
Valentina Strobl


Eboran Galerie zeigt einen Einblick in die von Andrew Phelps geleitete Klasse für Konzeptuelle Fotografie am Studiengang MultiMediaArt, FH Salzburg. 

In der Ausstellung steht der Mensch im Vordergrund. Neun Studierende hinterfragen und transformieren in ihren fotografische Arbeiten das Genre Portrait. Das Bild des Menschen wird inszeniert und dekonstruiert. Es ist ein Versuch, das Portrait durch digitale Manipulation aber auch mit traditioneller „straight“ Fotografie neu darzustellen. 

Abweichend von der dokumentarischen Fotografie geht es in der Inszenierte Fotografie nicht mehr nur darum, einen Augenblick der Wahrheit oder einen entscheidenden Moment objektiv festzuhalten. Vielmehr werden Geschichten erzählt oder Konzepte verwirklicht, die entweder in Form einer narrativen Sequenz in mehreren Bildern, oder in einzelnen, oft sehr aufwändig produzierte Bilder realisiert werden.

Eine Tronie ist in der Kunstgeschichte ein Porträtgemälde, das aus der persönlichen Vorstellungskraft des Malers entstand.
Heute steht die Fotografie ebenso wie andere Medien auch, nicht mehr nur für den absoluten Glauben an die Wahrhaftigkeit des abgebildeten Sujets. Doch zugleich erscheint sie, nach wie vor, authentisch. Mit diesem Widerspruch beschäftigte sich die Klasse ein Semester lang. 
Die Ausstellung TRONIE befasst sich im Wesentlichen mit der Hinterfragung der scheinbaren Authentizität der Fotografie, insbesondere am Beispiel des Porträt.